Geschichte

Håkon Nilsen, der Großvater von Andreas Nilsen, ließ sich als Heringsfischer 1929 in Lauklines nieder, so begann die Familiengeschichte hier am Ort.

Nach einigen Jahren als Fischer auf See erkrankte Håkon Nilsen an Rheuma und war gezwungen, beruflich nach neuen Möglichkeiten zu suchen. Er begann mit Fisch zu handeln und eröffnete einen Kaufmannsladen. Halldis Hansen aus Vasstrand, nur 5 km weiter draussen im Fjord, fand Anstellung im Laden und verheiratete sich mit Håkon.

Feuer

Das Paar wohnte in der ersten Etage über der «gammelbutikken», der heutigen Rezeption. Ende der 1940ger Jahre wurden ein neues größeres Haus (am Platz des heutigen weißen Hauptgebäudes) und ein Warenlager gebaut. Beide Gebäude brannten in den 1950ger Jahren vollständig nieder.

Das war ein herber Rückschlag für Håkon und Halldis Nilsen, denn die Versicherung weigerte sich, einen großen Teil des Verlustes an Haus und Lager zu decken.

Håkon und Halldis verließen den Norden und zogen nach Oslo. Doch Halldis wurde dort nicht glücklich und man entschied sich doch für einen Neustart im schönen Lauklines. An alter Stelle wurde das neue, heutige Haupthaus gebaut. Das Kaufmannsgeschäft wurde wieder aufgenommen.

Fische

Seit Generationen sind die Gewässer südlich von Kvaloya reich an Dorsch, Seelachs und Hering. Heringsschwärme halten im Herbst Einzug in die hiesigen Fjorde. Lokale und aus anderen Bezirken angereiste Fischersleute machen guten Fang.

Zu manchen Zeiten konnten sich einige hundert Fischer südlich von Kvaloya aufhalten – alle brauchten Ausrüstung, Zubehör und Proviant, was dem Geschäft von Håkon und Halldis zugute kam.

Die Fischer brachten Umsatz in die Butik und schafften Zugang zu Fisch und Rohstoffen, um Hering und Dorsch einzusalzen und Seelachs und Dorsch zu trocknen. Die in Lauklines hergestellten Produkte fanden guten Absatz.

Zur Hauptsaison haben hier in Lauklines schon 30-40 Personen auf dem Kai und im Geschäft gearbeitet.

Neue Gesetze

Im Jahr  1960 wurde eine neue Vorschrift heraus gegeben, betreffend Produktionsstätten, Ausstattung, Kühlung und Filetiermaschinen. Das hätte große Investitionen und ganzjährigen Zugang zu Rohstoffen erfordert. In Lauklines beschloss man, die Fischverarbeitung einzustellen und auch das Ladengeschäfft wurde 1968 geschlossen.

In den 1970ger Jahren wurde das Hauptgebäude umgebaut um mit der Produktion von Kaviar zu beginnen. Jedoch, die stark erhöhten Zollabgaben auf Fisch-Fertigprodukte wegen der EU-Erweiterung 1973, mit England, Irland und Dänemark, machten es unmöglich preislich mit den Ländern innerhalb der EU Schritt zu halten. Doch das Leben auf Lauklines geht weiter…

Der heutige Betrieb

Ende der 1990ger übernimmt Andreas Nilsen Wirtschaft und Gebäude auf Lauklines. Der alte Kai und bestehende Gebäude werden restauriert, sechs neue Hütten im traditionellem Stil werden gebaut. Andreas beginnt mit dem Unternehmen Lauklines Kystferie im Jahr 2000. Zusammen mit seiner Frau Hanna ist er Besitzer und Gastgeber der Anlage, welche kontinuierlich weiterentwickelt und erneuert wird.

Lauklines Kystferie